Müller-Thurgau

Der Müller-Thurgau ist eine weiße Rebsorte. Sein Geschmack zeichnet sich durch milde und fruchtige Weine bei niedrigem Säuregehalt aus. Sein Aroma wird untermalt von einer angenehmen Muskatnote und reicht von Apfel und Zitrone bis hin zu Kräutern und Exotischem. Auf den Würzburger Weinfesten darf der „Müller“ in den Varianten trocken und halbtrocken natürlich nicht fehlen.

Er eignet sich vorzüglich als frischer und leichter Wein zum Schöppeln, insbesondere an heißen Tagen. Als Speisenempfehlung zum Müller-Thurgau eignen sich die fränkische Bratwurst, bunte Salate, Spargel, eine deftige Brotzeit oder angemachter Camembert. Durch seinen Ertragsreichtum früher oft als Massenwein verschrien, konnte er mittlerweile wieder seinen Platz bei qualitätsbewussten Weingenießern zurückerobern. Bei entsprechender Pflege, qualitätsorientiertem Anbau und Ertragsreduktion bringt der Müller-Thurgau gar Feines hervor.

Gezüchtet wurde er von Herrn Müller aus dem schweizerischen Kanton Thurgau, was zum Namen der Rebe geführt hat. Nach wie vor hält sich der Glaube, der Müller-Thurgau sei eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner. Durch moderne Gentests konnte aber gezeigt werden, dass Silvaner sicher nicht im Spiel ist sondern eine Variante der Rebsorte Gutedel oder Madelaine Royal. In Franken stellt der Müller-Thurgau immer noch den größten Anteil am Rebensortiment mit ca. einem Drittel im Würzburger Weinbau ist seine Rolle eher untergeordnet.

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